Nagelpilz behandeln – Aber wie?


"Wie kann ich meinen Nagelpilz behandeln?" 

Diese Frage stellen sich jedes Jahr bis zu 30% der weltweiten Bevölkerung. Allein im deutschsprachigen Raum sind es ca. 12-15% der Menschen die unter Nagelpilz leiden.

Welche Naglpilz Behandlung für Sie funktionieren kann, erfahren Sie hier.

Geduld

Wenn Ihr Arzt die richtige, unumstößliche Diagnose: Nagelpilz gestellt hat, müssen Sie sich einer neuen Herausforderung stellen.

Der Geduld.

Eine Nagelpilzbehandlung ist eine langwierige Geschichte.

Sie können diese erst beenden, wenn der Nagelpilz komplett beseitigt und Ihr Nagel wieder vollkommen gesund nachgewachsen ist.

Je nach Art und Schweregrad, wird eine innere und äußere Nagelpilz Behandlung notwendig sein.

Im frühen Stadium von Nagelpilz kann eine lokale, äußerliche Behandlung ausreichen.

Bei schweren Befall wird eine innere und äußere Nagelpilz Behandlung empfohlen.

Nagelpilz behandeln: Dauer

Die Dauer Ihrer Nagelpilzbehandlung unterscheidet sich stark von Ihren Symptomen, Vorerkrankungen und Ihrer Geduld.

Entscheidend ist, welche Nägel befallen sind.

Denn es gibt gravierende Unterschiede im Wachsstum der Nägel.

Fingernägel wachsen entschieden schneller als Fußnägel. 

Die Dauer einer Nagelpilz Behandlung richtet sich auch wie weit der Nagelpilzbefall vorangeschritten ist und sich in Ihren Nägeln ausgebreitet hat.

Weiterhin spielt Ihr Gesundheitszustand ein große Rolle.

Alte Menschen mit diversen Vorerkrankungen und Diabetespatienten mit Durchblutungsstörungen, brauchen mehr Geduld und Ausdauer.

Was die Schlussfolgerung zulässt, dass mit einer verstärkten und erfolgreichen Behandlung der Vorerkrankungen auch eine Nagelpilz schneller behandelt werden kann.

Wird Ihre Diabetes oder Durchblutungsstörung verringert oder beseitigt, um so erfolgreicher können Sie Ihren Nagelpilz behandeln.

Einen Nagelpilz zu behandeln kann sich von ca. 3 Monaten bis zu zwei Jahre hinziehen.

Nagelpilz behandeln: Womit?

Es gibt unterschiedliche Mittel, Verfahren und Therapien um einen Nagelpilz zu behandeln.

Diese wären:

  • Tinkturen
  • antimykotische Nagellacke
  • Antipilz-Salben & Cremes
  • Nagelpilz-Stift
  • Tabletten & Medikamente
  • Lasertherapie
  • Nagelentfernung durch OP
  • Hausmittel

Tinkturen

Um Ihren Nagelpilz zu behandeln können Sie eine Tinktur verwenden.

Diese sind freiverkäuflich und nicht apothekenpflichtig.

Überwiegend enthalten sie natürliche Wirkstoffe wie Urea oder Essigsäure. Sie sind leicht anwendbar und dringen sehr gut in Ihre infizierten Nägel ein.

Die Häufigkeit der Anwendung richtet sich nach dem Pilzbefall und den enthaltenden Wirkstoffen.

Fragen Sie am besten Ihren Arzt.

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Salben - Creme

Leiden Sie unter einem Nagelpilz mit verdickten Nägeln so kann eine Nagelsalbe zum Einsatz kommen.

Sie wird für einige Wochen, 1 mal täglich auf den Nagel aufgetragen.

Die Salbe wirkt meist auch antibakteriell und entzündungshemmend.

Zur Übersicht einiger Nagelsalben.

Nagellacke

Um einen Nagelpilz zu behandeln ist der erste Griff meist zu einem der vielen Nagellacke.

Diese helfen bei leichtem bis mittlerem Nagelpilz.

Mit einem medizinisch, antimykotischen Nagellack können Sie Ihren Nagelpilz gut behandeln.

Die Wirkstoffe darin dringen in die Nagelplatte ein und bekämpfen den Pilz auch in den tieferen Schichten.

Antimykotische Nagellacke werden in wasserlöslich und wasserfest unterreilt.

Ihre Anwendung ist einfach und unkompliziert.

Das Auftragen geschieht je nach Lack von einmal am Tag bis zu 1-3 mal pro Woche.

Manche Wirkstoffe darin wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Einige nur pilzabtötend.

Auf folgender Seite finden Sie eine genaue Übersicht der einzelnen Nagellacke.

Nagelpilz Stift

Diese Stifte sind sehr einfach und schnell in ihrer Anwendung.

Die enthaltenen Wirkstoffe sind ebenfalls pilzabtötend.

Je nach Hersteller muss der Stift 1 bis 2 mal täglich auf den Nagel aufgetragen werden.

Diese Stifte sind rezeptfrei erhältlich.

Nagelpilz Tabletten & Medikamente

Nagelpilz Tabletten und Medikamente sind rezeptpflichtig und werden Ihnen vom Arzt verschrieben.

Sie sollten diese regelmäßig jeden Tag einnehmen. Dazwischen können Pausen von 2-3 Wochen auftreten.

Die Behandlungsdauer wird nur für 3-4 Monate empfholen.

Durch die unterschiedlich, enthaltenen Wirkstoffe können einige Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten.

Fragen Sie Ihren Arzt.

Nagelpilz behandeln Erfahrungen

Nagelpilz behandeln - Nägel abschleifen

Nagelpilz behandeln mit Lasertherapie

Bei Nagelpilz kann auch eine Laserbehandlung helfen.

Leider ist die Lasertherapie sehr teuer und wird nur von wenigen Hautärzten oder Podologen durchgeführt.

Meist bewegen sich die Preise zwischen 100 ,- € und 490,- €  Euro pro Sitzung.

Um Ihren Nagelpilz erfolgreich zu behandeln, können Sie mindestens 4-5 Sitzungen einplanen.

5 Sitzungen a 100,- bis 490,- Euro? Verrückt!

Die Krankenkassen zahlen in der Regel diese Lasertherapie nicht. Falls doch, fordern diese einen stichhaltigen Nachweis für eine medizinischen Wirksamkeit und Notwendigkeit.

Und das dürfte schwierig werden. Da es keinen außerordentlichen Beweis für die Wirksamkeit einer Laserbehandlung gibt.

Vorteil der Lasertherapie die recht einfache und schnelle Behandlung.

Nebenwirkungen treten kaum auf.     

Nagelentfernung

Die operative Entferung des infzierten Nagels wird durch einen Arzt oder Chirurgen durchgeführt.

Dadurch kann eine langwierige Behandlung mit Tabletten, Salben und Tinkturen umgangen werden.

Vorteil: ein sofortiges Ergebnis beim Nagelpilz behandeln. Nagel entfernt und ein Großteil des infizierten Nagelsmaterials.

Doch ein endgültiges Ergebnis erhalten Sie erst, wenn der Nagel vollkommen gesund nachgewachsen ist.

Und dafür gibt es keine Garantie.

Denn der Nagelpilz kann wieder auftreten.

Es gibt also auch bei dieser Behandlung ein erhöhtes Rückfallrisiko. 

Ein anderer Nachteil sind die auftretenden Schmerzen nach der OP und und eine eventuelle Krankschreibung nach dem Eingriff.

Da "freut" sich der Chef ...

Nagelpilz behandeln: Homöopathie & Co.

Kann man mit natürlichen Mitteln einen Nagelpilz behandeln?

An dieser Frage scheiden sich die Geister.

Viele Menschen wollen mit natürlichen Mitteln ihren Nagelpilz behandeln.

Sie nutzen dafür Hausmittel, ätherische Öle oder Schüßler Salze.

Bei den Schüßler Salzen werden oft die Nr. 5 Kalium phosphoricum oder die Nr. 8 Natrium chloratum gegen Nagelpilz eingesetzt.

Andere Patienten vertrauen auf die Homöopathie.

Dabei kommen zum Beispiel Silicea, Sepia, Antimonium oder Acidum hydrofluoricum zum Einsatz. 

Auch ätherischen Öle wie Eucalyptus globulus, Origanum vulgare oder Thymus vulgaris (Chemotyp Thymol) werden zur Behandlung von Nagelpilz eingesetzt.

Ob Sie diese Mittel gegen Ihren Nagelpilz helfen können, besprechen Sie am besten mit einem homöopathischen Arzt oder Aroma-Therapeuten.

Einen Nagelpilz ausschließlich mit alternativen Mitteln und Methoden zu behandeln, schützt Sie vor den Nebenwirkungen der Tabletten und Medikamente.

Meist wird aber eine Kombination von Schulmedizin und Alternativmedizin angestrebt.

Auch mit alternativen Mitteln können Sie Ihren Nagelpilz gut behandeln. 


Häufig gestellte Fragen zu Nagelpilz behandeln

Was hilft am besten gegen Nagelpilz?

Diese Frage eindeutig zu beantworten wäre unseriös.

Es kommt doch immer auf die einzelne Person an, den Schweregrad des Nagelpilz, sein Fortschritt und welche anderen Erkrankungen der Patient hat.

Erst danach kann ein Mittel oder Therapie gewählt werden.

Und wenn diese hilft, können Sie sagen, dass z.B. bei Patienten mit leichten Nagelpilz und keinen Vorerkrankungen, das Mittel XYZ geholfen hat.

Aber ob die gleiche Behandlung auch bei mittelschwerem bis starken Nagelpilz und einem Patienten mit Diabetes genauso gut helfen würde, ist zu bezweifeln.

Anderes Beispiel einer Nagelpilz Behandlung.

Viele Menschen setzen auf den Apfelessig um ihren Nagelpilz zu behandeln. 

Sie nutzen ein Wattestäbchen oder einen Wattebausch um diesen in den Essig zu tauchen und damit den befallenen Nagel zu benetzen.

Oft wird auch Essigessenz statt Apfelessig empfohlen. Dieser soll bessere Erfolge bringen, das sein Säuregehalt höher ist.

Damit lässt sich ein Nagelpilz wohl schneller und besser behandeln.

Weitere Mittel finden Sie wenn Sie auf den untern Button klicken.


Wie bekomme ich hartnäckigen Nagelpilz weg?

Hartnäckigen Nagelpilz bekommen Sie vorallem mit Geduld und die für Sie passenden Nagelpilz Behandlung weg.

Wie oben bereits beschrieben, gibt es verschiedene Mittel und Methoden.

Welche für Sie die geeignetste ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Einige Mittel und Methoden sind z.B. Tinkturen, Nagelpilz-Nagellacke, Nagelpilzsalben, Cremes, Stifte, Laserbehandlung, operative Nagelentfernung, Tabletten und diverse Hausmittel.

Geeignet sind auch diverse Cremes oder Salben.

Diese werden eingesetzt um die infizierte Nagelmasse aufzuweichen und abzutragen.

Auch kann Ihnen ein Podologe oder Dermatologe helfen das infizierte Nagelmaterial professionell abzuschleifen.

Dies beschleunigt Ihre Nagelpilz Behandlung.

Wie lange dauert es bis der Nagelpilz weg ist?

Die Behandlungsdauer bei Nagelpilz reicht von 6 Monaten bis zu 1 Jahr.

  • Fingernagelpilz dauert bis zu 6 Monate 
  • Fußnagelpilz dauert bis zu 1 Jahr

Es gibt aber 2 weitere wichtige Voraussetzungen:

  1. Es kommt auf den Schweregrad des Nagelpilz an.
  2. Es kommt auf das Immunsystem des Patienten an.

Ein Diabetes kranker Mensch braucht länger um den Nagelpilz loszuwerden als ein relativ gesunder Mensch.

Weil die Immunsysteme beider unterschiedlicher nicht sein können.

Eine Nagelpilz Behandlung gilt dann als abgeschlossen, wenn Ihr Nagel vollkommen gesund nachgewachsen ist. 

Was passiert wenn man einen Nagelpilz nicht behandelt?

Gesunde Menschen haben nichts zu befürchten, falls sie ihren Nagelpilz nicht behandeln.

Nagelpilz verschwindet auch nicht von allein und Ihre Nägel sehen auch einfach ungepflegt aus.

Bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem und Vorerkrankungen, kann der Pilz sich auf die umliegenden Hautareale und anderen Nägel ausbreiten.

Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.

Nutzen Sie bitte die Beratung von erfahrenen Hautärzten und Therapeuten. 

Dieser Beitrag ist Teil des Themas: Nagelpilz

Quellenverzeichnis

Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
und der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft
AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/003 Entwicklungsstufe: 1
Onychomykose ICD-10 Ziffer B35.1

Leitlinien Onychomykose

T. Feichtinger | S. Niedan-Feichtinger
"Praxis der Biochemie nach Dr. Schüßler"
Das Repertorium, Reihe praxis compact
Verlag: Haug Verlag
ISBN: 9783830472889
4. Aufl. 2010,
https://www.naturmed.de/buch-autor/niedan-feichtinger-s/

Wilhelm Heinrich Schüßler - Schüßler Salze
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Heinrich_Sch%C3%BC%C3%9Fler

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17451116/

Diabetisches Fußsyndrom – Teil 2
Revaskularisation, Behandlungsalternativen, Versorgungsstrukturen, Rezidivprophylaxe

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7875854/

Distal and lateral subungual onychomycosis of the finger nail in a neonate: a rare case
Supram Hosuru Subramanya, Saujan Subedi, Yang Metok, Ajay Kumar, Peralam Yegneswaran Prakash, Niranjan Nayak
BMC Pediatr. 2019; 19: 168. Published online 2019 May 27. doi: 10.1186/s12887-019-1549-9
PMCID: PMC6535841

Growing Incidence of Non-Dermatophyte Onychomycosis in Tehran, Iran
Marjan Motamedi, Zeinab Ghasemi, Mohammad Reza Shidfar, Leila Hosseinpour, Hossein Khodadadi, Kamiar Zomorodian, Hossein Mirhendi
Jundishapur J Microbiol. 2016 Aug; 9(8): e40543. Published online 2016 Jul 26. doi: 10.5812/jjm.40543
PMCID: PMC5080915

Topical Therapy for Toenail Onychomycosis: An Evidence-Based Review aufrufen

Matilde Iorizzo, Bianca Maria Piraccini, Antonella Tosti Dermatologische Privatpraxis, Lugano, Schweiz Klinik für Innere Medizin, Geriatrie und Nephrologie, Abteilung Dermatologie, Universität Bologna, Italien   Abteilung für Dermatologie & Hautchirurgie, Miller Medical School, Universität von Miami, Miami, Florida, USA
Current treatment options for onychomycosis

Deficiency of Immunological Systems as a Cause of Dermatophytic Onychomycosis
W. M. Lestschenko, W. P. Fedotow